Gene Roddenberrys Vermächtnis entschlüsselt?

Als Gene Roddenberry 1991 starb, hinterließ er – neben zweifellos einigen anderen Dingen mehr – auch zwei Computer nebst 200 5 1/4-Zoll-Disketten. Das Geheimnis, was auf diesen Disketten gespeichert war, nahm Roddenberry mit ins Grab – so schien es zumindest mehr als zwei Jahrzehnte lang. Denn: Der Inhalt der Disketten war, mithilfe völlig aus der Mode gekommener Rechner, in einem für heutige Computer nicht mehr lesbaren Format abgespeichert (für Geeks und Geekettes: die Computer liefen mit dem Betriebssystem CP/M). Dass einer der beiden Rechner aus Roddenberrys Nachlass auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung verkauft worden, der andere hingegen schlicht nicht mehr zum Laufen zu bringen war, verkomplizierte die Lage noch.

Fast 25 Jahre nach Roddenberrys Tod ist es einem auf Datenrettung spezialisierten Unternehmen nun aber gelungen, die Daten in ein heute lesbares Format zu konvertieren. Insgesamt zwei bis drei Megabyte sollen die wiederhergestellten Dokumente aus Roddenberrys Nachlass enthalten – was nach wenig klingt, angesichts der Tatsache, dass Dateien vor einigen Jahrzehnten noch deutlich kleiner waren, aber doch ein sehr umfangreiches Erbe darstellt.

Woran Roddenberry zuletzt arbeitete, wissen wir allerdings nicht. Die Datenrettungsfirma DataSaver musste sich vertraglich zu Stillschweigen verpflichten. Solange die Erben schweigen, können wir über neue Serienideen des Star-Trek-Erfinders also nur spekulieren.