Tod, Jenseits und Götter in Star Trek – Ist der Star-Trek-Humanismus ein weltlicher?

Frank SchulzeDer Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry war säkularer Humanist und Mitglied der American Humanist Association, von der er sogar für seine Verdienste um den Humanismus ausgezeichnet wurde. Mit diesem Hinweis ist die Frage, wie weltlich der Humanismus in der von Roddenberry geschaffenen Serie ist, jedoch noch keineswegs beantwortet. Denn weder müssen Werk und Person in diesem Punkt zusammenfallen, noch wurden die Serien nach Roddenberrys Tod 1991 (z.B. Deep Space Nine) noch unmittelbar von ihm selbst entwickelt. In der Tat gibt es auch religiös-metaphysische Interpretationen diverser Star-Trek-Folgen (im deutschsprachigen Raum z.B. von Guido Kattwinkel und Henrik Hansemann). Diese sollen nach einem kurzen Überblick über die Thematisierung von Tod, Jenseits und Göttern in Star Trek kritisch analysiert werden. Dabei wird die These entwickelt, dass diese konkreten Interpretationen zwar überwiegend fehlgehen, dass aber insbesondere ab Deep Space Nine tatsächlich ein Wandel in der Behandlung religiöser bzw. metaphysischer Themen hin zu mehr Offenheit und Konzilianz zu konstatieren ist.

Referent: Dr. Frank Schulze